About

Hallo an Alle, die irgendwie auf diesem Blog landen!

Erstellt am 17.02. befindet er sich gerade noch in den Kinderschuhen und wird noch mit Material aus einer früheren Reise gefüttert, bevor es hier am 10.03. mit Ägypten weiter geht.

Aber worum geht es hier und woher kommt der Name Ninetyish?

Wir sind zwei Freunde aus dem Bergischen Land, die gemerkt haben, dass sie ihre Erfahrungen gerne mit der Welt teilen würden und dies mit mehr Text als bei Instagram Sinn macht!

Der Blog soll zweigeteilt werden. Wir unterscheiden zwischen den Bereichen Leben und Reisen. Während in Leben über unterschiedlichstes von uns berichtet werden wird, werden wir in Reisen über (wer hätte es gedacht) Urlaub und Auslandsaufenthalte berichtet. Wir fangen gerade an, eben diesen Bereich mit Bildern und Inhalten zu unserer letzten Rundreise zu füttern. Hat sich das erledigt, geht es dann im März schon auf ins nächste Abenteuer und ab Juli dann als Teamer mit Go Jugendreisen ans Mittelmeer! Der Blog dient uns selbst also praktisch als Tagebuch und euch im besten Falle als Hilfestellung für den eigenen Urlaub.

Der Name leitet sich ganz einfach dadurch her, dass wir, die beiden Blogbetreiberinnen, in den späten 90ern zur Welt gekommen sind und pointiert das ewige Streitthema des „wahren“ 90iger Kindes.

Bitte nicht dadurch erschrecken lassen, dass es hier gerade noch aussieht wie auf einer Baustelle und Teile unserer Rundreise fehlen – das ganze wird nach und nach aufgefüllt werden.

Wir freuen uns über Kommentare von anderen Bloggern und würden uns gerne mit euch Austauschen! Vielleicht habt ihr einen Tipp für uns oder wir für euch.

Auf gutes Gelingen!

Rebekka und Marie

Advertisements

Update

Guten Morgen ihr Lieben 🙂

Viel ist passiert seit März und dementsprechend war es nicht möglich, Reiseberichte hochzuladen. Der Blog ist nicht vergessen! Ich werde in jedem Fall mindestens einen Beitrag in dieser Woche noch hoch laden.

In einer Stunde brechen wir auf um nach Holland zu fahren. Man darf sich also auch auf einen kleinen Campingkurztrip freuen.

Besten Gruß,

Marie

Ägypten

Samstag früh geht es los – endlich!

Kurzes Update von meiner Seite: Packliste für Dumme. Ist jedes Mal ziemlich ärgerlich wenn man Angst hat die Hälfte vergessen zu haben.

Bin gespannt, mit was ich mich hier zurück melden kann 🙂

Bisher stehen mehrere Ausflüge in Betracht.
Reiten durch die Wüste (ob Kamel oder Pferd entscheidet sich dann kurzfristig), Quad fahren, Dolphin House in Marsa Alam, Sharm El Luli, El Qulaan…

Mal schauen wofür wir uns entscheiden würden!

Trekking Packliste

Wir sind schon etwas ungeplant an das Ganze gegangen und konnten aus unseren Fehlern gut lernen. Ich fasse mal zusammen, was uns Probleme bereitet hat:

  1. Das Gewicht der Rucksäcke: Wir waren bestimmt noch bei 15 Kilo NACHDEM wir unsere Sachen im Safe gelassen haben. Das nasse Zelt hat es nicht leichter gemacht.
  2. Unsere Untrainiertheit: Wer den vorangegangenen Artikel gelesen hat, wird auch von unserem heldenhaften, simultanen Krampf gelesen haben.
  3. Das Essen: Pancakes und Muffins vom Bahnhof waren NICHT genug 😀 Im besten Falle besorgt ihr euch einen Campingkocher und macht euch mehr Gedanken zum Essen.
  4. Die Kälte in der Nacht: Unterschätzt es nicht, bei circa 10 Grad und weniger draußen zu schlafen. Gerade bei Regen kann sich das Zelt gut abkühlen und wir haben uns trotz Zwiebellook ein gewisses Körperteil abgefroren. Holt euch einen guten Schlafsack.

Dinge, die uns geholfen haben:

  1. Festes, wasserdichtes Schuhwerk und diese wundervollen Wandersocken. Die Schuhe sind von Jack Wolfskin und wahre Lebensretter. Ich habe mir weder Blasen gelaufen noch nasse Füße gehabt – und das obwohl ich in den blöden Bach getreten bin.Schuhwerk
  2. Leichte, wiederauffüllbare Flassen (z.B. aus Aluminium), die man am Trekkingrucksack außen befestigen kann
  3. Eine gute aber schmal verpackbare Isomatte (testet bei aufblasbaren Matten vorher ob sie wirklich dicht halten)
  4. Band. Viel Band. Wir haben das Zelt weil es nass war von außen am Rucksack befestigt, da hat uns das sehr geholfen.
  5. Panzertape – haben wir selbst nicht dabei gehabt, wenn man länger unterwegs ist aber essentiell falls am Zelt etwas kaputt geht.
  6. Medikamente und Verbandszeug. Ihr müsst nur doof umknicken und habt in einem Funkloch dann ein dickes Problem wenn die nächste Siedlung vier, fünf Stunden entfernt ist wenn man normal schnell laufen kann.
  7. Taschenlampen. Wie im vorangegangenen Beitrag erwähnt, befand sich unser Zelt in der ersten Nacht in einem kleinen Tal zwischen vielen Bergen. Nachts hat man dadurch wirklich garnichts gesehen. Für den nächtlichen Klogang waren ZWEI Taschenlampen nötig, da wir nur kleine dabei hatten. Nehmt euch eine anständige mit.
  8. Auch wenn ihr von Festivals schlimmes gewohnt seid, nehmt euch etwas Klopapier oder Taschentücher mit. Wenn ihr das vergisst, habt ihr ein Problem. Kostengünstige Lösung: Aus dem Hotel klauen (wenn ihr vorher im easyHotel genächtigt habt, ist das eh das Mindeste an Wiedergutmachung)
  9. Insektenspray. Zumindest im Sommer
  10. Last but not least: Eine kleine Powerbank!

Macht so wenig Dreck wie möglich. Feuerstellen gehören (falls erlaubt) zugeschüttet, Müll entfernt. Uns ist kein bisschen Müll aufgefallen, und so sollte es auch bleiben.

Was sind eure Tipps und Tricks? Schreibt es in die Kommentare 🙂

Frühling?

Momentan gibt es zwei Sichtweisen aufs Wetter – jetzt wo ich diesen Satz schreibe fällt mir auf, vielleicht sogar drei:

  1. Man schaut auf den Kalender: Ende Februar. Am 01.03. ist Frühlingsanfang -> Winter ist vorbei.
  2. Man schaut aufs Thermometer: -5 bis + 5°Celsius, relativ abwechselnd. Nicht so Frühlingshaft.
  3. Man schaut aus dem Fenster und unterscheidet einfach zwischen „Gut“ und „Schlecht“.

Ich habe mich heute für die dritte Option entschieden und mich bei strahlendem Sonnenschein auf Frühlingssuche begeben. Tatsächlich konnte ich sogar zwei Blumen aus machen 🙂

So lange kann es dann doch nicht mehr dauern, auch wenn der Wetterbericht nicht viel Gutes erahnen lässt. Noch zweieinhalb Wochen, und ich flüchte vorerst aus dem Wetter Wirrwarr Richtung Sommer!

 

Was glaubt ihr, wann der Frühling wirklich Einzug hält? Gibt es schon die ersten Osterlämmchen bei euch?

Lieben Gruß,

Marie

Ein Mal zum Mitnehmen, bitte.

Von Glasgow ging unser Abenteuer dann weiter in nördlichere Gefilde um ein Stück des West Highland Ways zu bewandern. Ehrlich gesagt fiel der Abschied aus der Großstadt (und dem easyHotel) nicht so schwer!

Mit dem gesamten Gepäck ging es erst zum Bahnhof. Ein kleiner Tipp für alle, die sich nicht entscheiden können, ob es ein Natur- oder Großstadturlaub sein soll – lasst euer Gepäck einfach im Safe zurück. Das Ganze war zwar nicht gerade billig, aber dennoch human. Die paar Kilo weniger auf dem Rücken zu haben war den Preis wert!

Nachdem das Gepäck verstaut und Proviant gekauft war, haben wir uns auf die Suche nach dem Busbahnhof begeben. Dieser war wie wir nach einer gefühlten Ewigkeit erfahren haben tatsächlich ganz in der Nähe des easyHotels. Die nächsten Stunden waren dann schön entspannt, auch wenn immer die Angst da war, den Ausstieg zu verpassen. Tatsächlich wäre uns auch genau das passiert, hätte uns unser mitdenkender Busfahrer nicht darauf hingewiesen, dass wir am Ziel wären!

Der Ausstieg war in der Nähe des Kingshouse Hotels. Wir hatten ziemlich schnell ein paar imposante Anblicke!

dav

IMG_6769c

Weiter ging es dann zum Devils Staircase. Uns war nicht ganz bewusst, dass wir uns auf unserer kurzen Strecke der steilsten Steigung stellen müssen… Haben aber relativ schnell gemerkt, dass wir nicht so fit sind, wie wir dachten. Dabei fing es noch ganz gemütlich an, hinter dem Kingshouse trafen wir sogar noch eine US-Amerikanerin zum plaudern und machten erste tierische Bekanntschaften. Da waren wir noch glückliche kleine Menschen!

 

Trotz Essenspause hatten wir unsere Bekanntschaft relativ schnell überholt und sahen uns nicht viel später einer Bergwand gegenüber, an welcher der Weg wie Serpentinen hinauf führte. Wir haben uns dann auch relativ zügig auf die ersten Meter begeben und wollten den Anstieg schnell hinter uns bringen. Unsere Laune ging aber tatsächlich rapide in den Keller. Hatten zugegebener Maßen auch sicherlich noch immer zu viel Gepäck dabei, das hat die ganze Sache nicht leichter gemacht. Nun ja – what doesn´t kill you… Mit Päuschen ging es dann aber doch 🙂

img_5155

  (Muss leider herunter geladen werden)

Es ging auch ganz gut weiter ins nächste Tal hinein. Der Handyempfang hatte sich dann auch komplett verabschiedet, was uns doch schwerer traf als gedacht. In einer Großstadt auf die Möglichkeit verzichten zu müssen, jemanden zu erreichen, ist das eine. In der Natur in einem fremden Gebiet das andere. Keine Menschenseele da die man hätte um Hilfe bitten können – zumindest bis zum nächsten Morgen. Ein Glück, dass sich bei unserem Glück niemand während des nächtlichen Klogangs den Fuß verstaucht hat. Die Vorzüge der Technik und unsere jämmerliche Angewiesenheit auf diese wurden uns in der ersten Nacht ziemlich bewusst.

Da es auch schon zu dämmern begann, haben wir in diesem Tal unser Zelt aufgeschlagen. Notiz an mich: Anleitung mitnehmen! Was da nicht gestimmt hat wissen wir nicht genau, haben auch nicht zum ersten Mal ein Zelt aufgeschlagen – fest war das Unterzelt dennoch nicht! Zumindest war der Zeltplatz toll (Tatsächlich sogar so toll, dass wir später darauf angesprochen wurden, aber dazu später mehr)!

Die Nacht hat daraufhin leider schon ziemlich scheiße begonnen. Nachdem wir uns in unser Zelt gelegt hatten, haben wir versucht, unsere Schuhe mit den Füßen auszuziehen – was uns nach dem Anstieg tatsächlich mit Beinkrämpfen quittiert wurde. Zwei „Scheiße“-rufende Damen inmitten der Stille der Highlands… Ist so semigut gelaufen!

 

Am nächsten Morgen gab es dann Pancakes am Bach, was schon eine ziemliche Genugtuung war. Blöderweise war unser Proviant danach schon aufgebraucht, was theoretisch auf eine kleine Fehlplanung unsererseits hinweisen KÖNNTE… Also seid klüger und nehmt euch mehr mit als Muffins und Pfannkuchen (und Kakao… Mein Luxus :D).

bdr

dav

Guter Dinge ging es dann weiter auf den Weg nach Kinlochleven. Der Rest des Weges war um einiges leichter zu laufen, aber leider auch länger. Unser Bedürfnis nach Pizza wuchs und wuchs…

Die erste Hälfte des Weges war steinig und mit relativ viel Geröll übersät, aber den Weg verloren hatten wir Gott sei Dank nie. Der Wind war jedoch nicht zu unterschätzen, gerade bei den teilweise doch sehr engen Wegen neben Abhängen war gut aufzupassen! Die zweite Hälfte führt durch ein Waldstück sehr entspannt bergab ins Tal.

cropped-img_20170927_132851copy.jpg

 

In Kinlochleven angekommen haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, unser Zelt auf einem Campingplatz aufzustellen und nicht weiter nach Fort William durchzulaufen. Es müsste das Blackwater Hostel gewesen sein. Relativ empfehlenswert, günstig, warmes Wasser war kein Problem und die Anlage war sauber! WLAN gab es auch gratis 🙂

Problematisch wird es für die Damen wenn man wie wir in kälteren Monaten wandert. Wir haben selbstverständlich die Möglichkeit genutzt, unsere Haare zu waschen, und mussten diese dann leider im Trockenraum für Kleidung trocknen, da keine Föhne aufzufinden waren! Aber Not macht bekanntlich erfinderisch.

Kinlochleven selbst ist ein kleines Nest mit cicrca 800-900 Einwohnern. Viel zu sehen gibt es hier nicht – allerdings gibt es hier ein „Freizeitcenter“ neben dem Blackwater.

Den Abend und auch den darauf folgenden Mittag haben wir in einem kleinen Pub in der Nähe des Campingplatzes verbracht. Gut: Das Essen, eine Jukebox, die Barkeeper und Gäste. Schlecht: Hunde, die auf den Teppich urinieren. Gestunken hat es dort zum Glück nicht. Hier wurden wir übrigens von zwei Deutschen darauf angesprochen, dass unser Zeltplatz sie schon etwas neidisch gemacht habe. Hat uns natürlich gefreut – von unserer Zeltmisere musste ja keiner erfahren… Zumindest hat sich unser kleiner grüner Schlafplatz unter den anderen Wanderern herum gesprochen!

In der Nacht hatte es leider relativ kräftig geregnet, aber unser kleiner Held hat dicht gehalten und stand beim nun zweiten Aufbauversuch auch um einiges anständiger (aka niemand wachte nachts auf und rief „Scheiße!“ weil man dachte, das Zelt sei zusammen gebrochen). Dadurch, dass wir durch die damit verbundene Kälte aber noch schlechter geschlafen haben als zu vor, hatten wir beschlossen zu cheaten und mit dem Bus nach Fort William zu fahren – wir hatten außerdem noch vor, den Ben Nevis zu besteigen und dachten, es wäre klüger, wieder etwas zu Kräften zu kommen. Eine der schlechtesten Entscheidungen in diesem Urlaub!

sdr

Der Pub befand sich in diesem Gasthaus, der Zeltplatz die Straße runter und dann links

Wir haben es durch die Hilfe in einem Postschalter irgendwie geschafft herauszufinden, welchen Bus wir nehmen müssen. Wo die Haltestelle steht, war die andere Frage… Da mussten wir leider suchen. Tatsächlich befand sich diese gegenüber des Pubs. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht 😀 In dem besagten Postschalter steht übrigens auch ein ATM.

 

Die Busfahrt war wunderschön. Die Sonne strahlte, der Bus war warm und die Landschaft einfach toll!

 

Von Fort William selbst gibt es leider keine Bilder. Nur kleine Anekdoten.

Es gibt in der Stadt ein Eiscafe mit echt tollem Eis! Leider sehr teuer wie alles dort. Macht euch auch darauf gefasst, vielen Rentnern aus der UK zu begegnen, die jungen Hikern in ihrem eigenen Urlaub nicht unbedingt aufgeschlossen sind… Den einzigen Schlagabtausch, den wir in unserer Zeit dort oben hatten, führten wir in besagter Eisdiele weil wir unser Geld zählen mussten.

Einen Campingplatz zum Zeltaufschlagen haben wir leider nicht gefunden – auch kein Fleckchen Wiese weg von Häusern – außer eines Rastplatzes an dem wir nicht unbedingt übernachten wollten. Da wir nicht wirklich mit dem Zelt auf den Berg wollten, haben wir uns kurzfristig entschieden, mit dem Zug zurück nach Glasgow zu fahren und hatten einen wundervollen, trockenen, warmen Schlafplatz mit Fenster 🙂

So viel zu unserem doch sehr kleinen Highland-Abenteuer. Ich bin mir sicher, wir werden uns den Ben Nevis oder die Teilstrecke bis zum Kingshouse auch noch einmal vornehmen – aber besser vorbereitet! Abschließend noch ein paar Bilder von der Zugfahrt am West Highland Way vorbei und der Haltestelle im Nirgendwo 🙂

 

 

Glasgow City Life

Nachdem wir in Glasgow angekommen waren, durften wir im strömenden Regen vom Bahnhof zum easyHotel laufen. Die Stadt ist überhaupt nicht zu vergleichen mit Edinburgh, wirkt etwas moderner und teilweise Berlin-Schmuddelig. Um einiges weniger entspannt!

Glasgow hat knapp 600.000 Einwohner und ist damit etwas größer als Edinburgh.

Angekommen im easyHotel wurde uns erst einmal dargelegt, was alles extra kostet. WLAN haben wir uns dort überhaupt nicht geholt, ich meine es wären 5-7 Pfund für höchstens 24 Stunden gewesen. Abzocke! Im Jacksons Pub (die Türe raus und dann links am Subway und Italiener vorbei) bekommen Kunden kostenloses WLAN, gibt dafür also um Himmels Willen kein Geld aus. Fernbedienung kostet ebenfalls extra. Was wir jedoch gratis bekommen haben: Gepäckaufbewahrung bis zum Check In und einen Föhn auf Anfrage.

Das Zimmer war sauber, das Bett groß. Schon ein bisschen Luxus nach den Nächten im Schlafsaal! Das Bad war allerdings noch kleiner als im Generator Hostel in Berlin, falls das manchen Lesern ein Begriff ist. Soll heißen: Es ist mehr oder weniger ein integriertes Dixi Badezimmer, in welchem man sich während des Klogangs gleichzeitig duschen und die Zähne putzen könnte. Übergelaufen ist uns in der Zeit dort nichts, allerdings haben wir unsere Duschgänge sehr kurz gehalten da wir kein Fenster im Zimmer hatten (und mitunter dadurch keinerlei Netz) und somit nicht Lüften konnten. Es schien in den anderen Zimmern nicht anders zu sein, wie an mehreren Feueralarmen zu merken war…

Keine zehn Minuten im Zimmer ging der Scheiß schon los und wir durften über die Feuertreppe runter rennen. Ohne Schuhe. NÜSCHTS. Deutsche Tugend halt, da hat die Feuerübung in der Schule Spuren hinterlassen. Nach einer Weile ging der Kram dann aus und wir übel verwirrt zur Rezeption, wo schon andere Deutsche standen (wohlgemerkt nur Deutsche, so viel Klischee). Jaaaaa. Kam wohl vom Wasserdampf.

Die Nacht über waren wir auf Erkundungstour, wenn man die Hope Street runter läuft kommt man zu mehreren Clubs und Fressbuden. Wir haben den Victorias Night Club in Glasgow besucht, nach dem wir von einem Digital Boardwalk Menschen dorthin geführt worden waren (Gruß an Ryan). Ganz gute Entscheidung, haben uns mit dem Typen und dem Rest des Personals ziemlich gut verstanden und kamen so unglaublich günstig weg (besonders wenn man bedenkt wie oft wir zur Garderobe sind um unsere Jacke zu holen und dann wieder abzugeben). Ist nichts großes, aber empfehlenswert! Alternativ gibt es dort viele viele Pubs.

Am nächsten Morgen sind wir überaus unsanft geweckt worden. Gegen neun Uhr ging der gottverdammte Feueralarm wieder los. Rotes Licht, Lärm und eine fluchende Rebekka. Geiles Aufwacherlebnis. Das ging Gott sei Danks schnell vorbei und wir konnten in unserem Bunker noch schlafen – bis 13 Uhr. Ups, etwas verpennt.

Wir wollten uns etwas Kultur zukommen lassen und sind dann in das Kelvingrove Art Gallery and Museum gegangen. Der Eintritt ist kostenfrei und es gibt eine Dali Ausstellung! Es hat mir im Herzen weh getan, diese nicht sehen zu können… Das Museum hatte nämlich überpünktlich die Gänge geschlossen. Plant ja genug Zeit ein!

Vom easyHotel kommt man super mit dem Bus dorthin! Aber möglichst passend bezahlen.

Am Abend war die Bundestagswahl und wir hatten in unserem Bunker dezente Probleme, die Hochrechnungen zu verfolgen. Wir haben uns also auf den Weg zum Jacksons gemacht um dort bei einem schönen Guinnes oder Tennents den Kram zu verfolgen. Je mehr Stimmen die AfD bekam, desto höher wurde unser Aggressionspotential und die Rechnung!

bty

Noch gut gelaunt

Als sich die Stimmung irgendwann etwas gebessert hatte, sind wir noch ins Kokomo. Kein Vergleich zu irgend einem mir bekannten Club! Mini, stickig aber jeder hacke und extremst heraus geputzt. Und so viele Franzosen… Sooo viele nervende Franzosen.

Wir sind dann kurz ins Bad geflüchtet, und was sehen wir da? EIN FÖHN! In einem Club!

dav

Tipp für diejenigen, die vor haben in Glasgow feiern zu gehen:

Die Mädels machen sich gefühlt drei Stunden fertig, trinken zuhause vor, gehen dann zwei Stunden auf Schuhen feiern, die wir in Deutschland vielleicht an Silvester anziehen würden und hauen dann gegen eins wieder ab. In Belfast haben wir ähnliches erlebt.

Bereitet euch darauf vor! Haben uns im Urlaub öfters Mal gefragt, wie wir es so relativ leger in die Clubs geschafft haben ;D

Am nächsten Tag ging es für uns dann auch wieder weiter Richtung Fort William!

Marie

IMG_20170924_165038_285.jpg

 

Frittierter Whiskey in EDI

Unsere Reise in den nicht ganz so hohen Norden begann am 21.09.2017 in Düsseldorf-Weeze. Mit Treckingrucksack und unseren Notizen für die Reise gewappnet ging es mit Germanwings nach Edinburgh. Das erste Mal für uns beide in Schottland, das erste Mal für mich überhaupt einen Fuß in die UK zu setzen.

Wir wollten drei Nächte in Edinburgh bleiben und suchten unsere Unterkunft relativ pragmatisch nach Kosten- und Ortsfaktor. Unsere erste Unterkunft (dato nur für zwei Nächte buchbar) war das Cowgate Hostel. Relativ empfehlenswert durch die Lage, allerdings nicht so sauber wie wir es gern gehabt hätten – wir hatten an einem Tag Urin in der Dusche.

Wir hatten zwei Nächte in einem gemischten Schlafsaal gebucht, welcher Platz für 6 Gäste geboten hat. Die Bettenzuteilung war etwas merkwürdig, da man zwar Betten zugewiesen bekommen hat, sich allerdings nicht so wirklich daran gehalten wurde. So gab es für uns in der ersten Nacht auch eine etwas unschöne Auseinandersetzung. Dazu später mehr!

Unser erster Tag gestaltete sich mit der Frage „Was machen wir hier überhaupt?“. So sind wir zuerst Planlos die Straßen hoch und runter gelaufen und haben in Ruhe gegessen. Niedergelassen hatten wir uns hierbei in der Malt Shovel, einem unglaublich schönen, urigen Pub in einer Seitenstraße nahe des Hauptbahnhofs (11-15 Cockburn Street. Ja, die Straße heißt Cockburn)

Die Kellner sind unglaublich freundlich und um ein Gespräch nicht verlegen, die Getränke sind gut und das Essen lecker. Absolut empfehlenswert! Die sind uns die drei Tage auch nicht mehr wirklich losgeworden. Unseren ersten Abend verbrachten wir dann so gut wie vollständig bei ersten Whiskey-Testversuchen und (leider Gottes frittierten) Shrimps in diesem Pub.

Lustigerweise hat sich um uns ein kleiner Deutschentreff gebildet. Im Pub selbst wurden wir von zwei Herren darauf angesprochen, woher wir kämen, während wir auf eine Kommilitonin warteten, welche zufälligerweise mit der selben Maschine nach Edinburgh geflogen war.

IMG_20170921_192500_869.jpg

Es ging auch relativ früh, etwa gegen 0 Uhr, zurück ins Hostel. Hierbei sei gesagt, dass die Lage des Cowgates super ist für alle, die auf Schlaf vor 1 Uhr verzichten können. Das Nachtleben in Glasgow ist zwar an sich relativ mau, allerdings sind die Fenster im besagten Schlafsaal unglaublich dünn gewesen, so dass wir a) dauerhaft Zug hatten (zieht euch dick an) und b) die Musik vom Club gegenüber, den Three Sisters, welcher auch Ende September Open Air feiert, fast in voller Lautstärke zu hören war.

Nachdem ich mich gerade schlafen gelegt hatte, kam es zu einem kleinen „Missverständnis“ mit einem Herren aus weißgottwoher. Er weckte mich halb schreiend ich würde in seinem Bett liegen und hätte ihn bestohlen. Ich, komplett perplex, zeige ihm meine Reservierung mit der Nummer des Bettes. Die Standpauke ging weiter, ob ich ihn gerade als Lügner bezeichnet hätte. Etwas irritiert versuchte ich ihn zu beruhigen damit im Schlafsaal niemand geweckt wird und versuchte zu verstehen, was hier gerade ab ging. Es stellte sich dann irgendwann heraus, dass er einen Koffer an die Heizung gestellt hatte und meinte, er hätte das Bett somit für sich beansprucht.

Scheiße nur, wenn das keiner versteht, weil die Koffer im kleinen Schlafsaal ohnehin den gesamten Boden beanspruchten.

Eingeschüchtert, aber den Kampf ums Bett gewonnen schlief ich dann während meiner ersten Nacht im Schlafsaal mit einem doch sehr mulmigen Gefühl, wirkte der Gute doch etwas unberechenbar. Dass er tatsächlich Medikamente mit genommen hatte, hat meine Paranoia nicht wirklich geringer gemacht.

Nach der etwas verstörenden Nacht dann doch relativ ausgeruht ging es für uns beide in den Edinburgh Zoo. Dieser ist nicht weit entfernt – wenn man mit dem Bus vom Airport nach Dublin fährt, sieht man ihn sogar! Die selbe Linie nehmt ihr dann vom Hauptbahnhof, der Bus fährt an der Brücke los. Wir hatten einen schönen Ausflug mit wenig Regen und sogar ein bisschen Sonnenschein.

Highlights: Der Panda und die Koalas! Der Panda hatte sich leider nicht gezeigt, dafür konnten wir die Koalas sehen. Der weibliche Koala hatte sogar ein Junges. Funfact am Rande: Zwei der drei Koalas sind Auswanderer aus dem Duisburger Zoo 😉

Den Abend verbrachten wir dann in dem Club gegenüber. Das „Three Sisters“ hat an diesem Abend Chartmusik gespielt, diese war zeitlich nicht sonderlich eingegrenzt. Hat auf jedenfall Spaß gemacht, hier zu feiern! Ich empfehle jedoch dringlichst früh genug los zu gehen, da die Clubs sehr früh schließen. Unter der Woche würde ich dann eher einen Pub empfehlen. Läuft man die Straße rechts weiter hoch, sieht man noch mehr Clubs. Was alle gemeinsam haben: Eintritt ist ein Fremdwort! Auf diese Weise könnt ihr entspannt zwischen den Etablissements wechseln.

Im Three Sisters wurden wir wahlweise von einer Gruppe Kölnern und Jungs aus UK adoptiert. Ich bin dann kurz zurück in den Schlafsaal um mein Shirt zu wechseln (es war dann auf Dauer doch etwas warm mit langen Ärmeln) und kam dann fast nicht mehr in rein. War super, da Rebekka mein Handy hatte. Und mein Geld. Und meine Jacke im Club lag.

Geil.

Nach einer kleinen Diskussion durfte ich dann trotz schließendem Clubs meine Sachen zusammen suchen. Also, bitte nach ein Uhr gut abwägen ob es nötig ist die Lokalität zu verlassen.

Nach dem frühen Ende der Feier sind wir mit den Briten mitgegangen und in einer epischen Runde in einem Studentenwohnheim gelandet. Wir haben uns dann bei Morgengrauen auf den Weg zurück ins Hostel gemacht und noch zwei Stunden geschlafen. Dann war es auch schon Zeit zum Auschecken…

Bewaffnet mit unseren Trekkingrucksäcken haben wir uns dann höchst übermüdet und verkatert auf die Suche nach unserem nächsten Zuhause gemacht – Bobbys Bunkhouse! Dank Google Maps mussten wir auch nicht sooo lange suchen. Tatsächlich existiert sogar ein Schleichweg zwischen den Häusern, der es ermöglicht, vom Cowgate in nicht mal zwei Minuten rüber zu flitzen. Die Lage war dementsprechend genauso episch, allerdings war es durch die etwas verbautere Lage um einiges ruhiger. Von außen pfui, aber innen hui.

Wir wurden wirklich nett begrüßt, könnte am Mitleid gelegen haben. Nachdem wir alles gezeigt bekommen haben und wir den einzigen reinen Damenschlafraum in unserem Urlaub bezogen hatten, haben wir uns direkt auf die Ohren gelegt. Tatsächlich wurden die anderen beiden Gäste noch darauf hingewiesen bitte leise zu sein weil wir schlafen 😀

Sehr empfehlenswert! Und die Duschen sind der Hammer… Einstellbares Licht, Dampf, Radio, Seitenbestrahlung. Das Teil war der Hammer!

Angedacht für den Tag war dann trotz Kater die Kombi Dungeon, Castle und Hardrock Cafe. Im Hard Rock Cafe waren wir, vorm Castle standen wir. Haben das alles etwas verschlafen. Waren allerdings noch am Grass Market Abends auf einen Cocktail weg und danach noch in einem unglaublich epischen Pub in der Nähe der Cockburn Street. Dort existiert ein Kino in dem größtenteils Rick and Morty oder Mr Pickles läuft und ein Gang der einem Verließ ähnelt! Leider habe ich davon keine Fotos, würde die genaue Adresse bei Nachfrage sicher heraus bekommen.

Das war es dann auch aus Edinburgh. Eine wunderschöne Stadt mit tollen Menschen, Kilts und vielen vielen Leuten, die sich mit uns über den Brexit ausglassen haben ❤